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Um Spenden bitten

Paige Kutilek
|8 min read

Fundrasing-Strategie

Die Bitte um Geld wird als „Aufruf“ bezeichnet. Ein solcher Aufruf erfolgt zu drei verschiedenen Zeitpunkten innerhalb einer Crowdfunding-Kampagne.

Deinen ersten Aufruf richtest du an deine engsten Freunde und Familienmitglieder (bzw. denen deines Teams). Er erfolgt, nachdem du deine Kampagne veröffentlicht, aber bevor du sie mit vielen Kontakten teilst. Dieser Schritt ist wichtig, weil es vielen Menschen leichter fällt, für eine Kampagne zu spenden, wenn diese bereits erste Unterstützer hat – und die stammen mit der größten Wahrscheinlichkeit aus dem direkten persönlichen Umfeld.

Der zweite Aufruf besteht darin, dass du deine Kampagne öffentlich teilst – in den sozialen Medien, persönlich, bei Events usw. Doch es kann sein, dass weitere Spenden nach einigen Wochen oder auch schon Tagen ausbleiben. Keine Panik – das ist nichts Ungewöhnliches.

Die dritte Runde deines Aufrufs besteht darin, dass du Freunde, Kollegen und andere Bekannte ein weiteres Mal um eine Spende für deine Kampagne bittest.

Je nach Aufruf ist eine andere Strategie und Wortwahl gefragt. Wir haben einige Tipps dazu zusammengestellt, wie du in verschiedenen Situationen richtig um Spenden bittest.

Unsere Tipps für gelungene Spendenaufrufe

1. Vergiss nicht, deine Geschichte zu erzählen

Nicht jeder, den du um Spenden für deine Kampagne bittest, weiß auch über deren Hintergründe Bescheid. Ob per E-Mail oder im persönlichen Gespräch, deine Geschichte will erzählt werden und zwar gut. Eine lange Geschichte mit vielen Einzelheiten solltest du bei deinem ersten Aufruf prägnant zusammenfassen. Ermuntere deine potenziellen Spender, auf deiner Kampagnenseite den Rest der Geschichte selbst zu lesen – und mit ihrer Spende ein Teil von ihr zu werden.

Weitere Tipps zum Erzählen deiner Geschichte findest du in unseren Tipps für Kampagnengeschichten.

2. Passe die Botschaft der Situation an

Je besser dein Aufruf auf die Persönlichkeit des Empfängers zugeschnitten ist bzw. dessen eigene Interessen anspricht, desto besser deine Chancen, dass dieser positiv oder mit einer Spende darauf reagiert. Wer sich über humorvolle, fröhliche E-Mails freut, sollte sie auch bekommen! Gleiches gilt für Spender, die eher eine formelle Ansprache schätzen.

Wenn du für eine Non-Profit-Organisation sammelst, solltest du nicht vergessen, auf die Steuervorteile hinzuweisen, die eine Spende für dein Anliegen mit sich bringt.

Weitere Tipps zum Verfassen einer Kampagnenbeschreibung

3. Zeig auf, welche Folgen das Scheitern hätte

Darren Binder, der Gründer von City Dogs Rescue, betont, wie wichtig es ist, beim Teilen der Kampagne ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen. Bleibt dieses Gefühl aus, warten die potenziellen Spender vielleicht mit dem Spenden, und du musst sie nach einiger Zeit erneut darum bitten. Erkläre, welche Folgen das Scheitern deiner Crowdfundig-Kampagne hätte – das zeigt sicher Wirkung und führt zu einem sprunghaften Anstieg deiner Spenden. Bedenke, dass selbst negative Konsequenzen auf positive Weise dargestellt werden können. Öffentliche Radiosender bedienen sich oft dieses Tricks, indem sie Formulierungen wie „Wenn dir das wichtig ist …“ oder „Wenn du diese Vorteile gerne behalten möchtest …“ verwenden. Tu es ihnen gleich und drücke Dringlichkeit positiv aus.

4. Bleibe positiv und optimistisch

Lass dich nicht davon entmutigen, wenn dein Aufruf einmal keinen Erfolg hat. Erinnere dich stets, dass die Präferenzen der Menschen in Bezug auf die Dinge, für die sie Geld ausgeben, weit auseinandergehen. Du kannst nicht wissen, wann du mit deiner Bitte um Unterstützung Erfolg hast, also Kopf hoch und weitermachen!

5. Baue eine Beziehung auf und pflege sie

Sammelst du für eine einmalige Aktion oder zur für ein langfristiges Projekt? Wenn Letzteres der Fall ist, solltest du jede Spende als den Beginn einer Beziehung zu ihrem Geber betrachten. Unabhängig von der Art deines Anliegens sollten sich deine Spender jedoch immer als Teil deiner Kampagne und ihrer Geschichte fühlen. Bleib in Kontakt – Updates und Dankesnachrichten sind der Schlüssel. Vermeide, Spender nur zu kontaktieren, um sie um Geld zu bitten.

Fallstricke beim Bitten um Spenden

Vielleicht fühlst du dich unwohl dabei, um Spenden zu bitten, oder befürchtest, zu fordernd aufzutreten. Lass dich nicht beunruhigen – dieses Gefühl kennen selbst erfahrene Spendensammler. Ein Mittel, mit dem das Bitten um Spenden leichter fällt, besteht darin, sich im Geiste eine Checkliste zu machen und dieser Liste entsprechend vorzugehen.

Hier möchten wir dich auf einige häufig gemachte Fehler aufmerksam machen und dir zeigen, wie du sie vermeiden kannst.

1. Keine genaue Vorstellung von den eigenen Zielen haben oder nur vage Angaben zu ihnen machen

Es ist wichtig, dass du ein klares Ziel vor Augen hast, wenn du um Spenden bittest. Sammelst du Spenden für Arztkosten? Wenn ja, liste die Kosten auf die du bezahlen musst. Die Frage, wie genau sie ihr Anliegen am besten beschreiben, beschäftigt viele Kampagnenorganisatoren so sehr, dass sie darüber den Inhalt aus den Augen verlieren. Dabei ist es mindestens ebenso wichtig, dass du deine Ziele klar kommunizierst. Sie sollten auf der Kampagnenseite, ebenso wie in allen Nachrichten, in denen du um Spenden bittest, am Anfang des Textes genannt werden.

2. Zu formelle Ausdrucksweise

Du kannst zwar auch Organisationen und Unternehmen um Spenden für deine Kampagne bitten, die Mehrzahl deiner potenziellen Spender werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit Privatpersonen sein, die dich (oder die spendenbegünstigte Person) persönlich kennen. Gestalte deinen Aufruf daher nicht allzu formell. Das ist sogar kontraproduktiv, da es eine Distanz zwischen dir und deinen Lesern erzeugt, durch die diese sich unwohl fühlen. Begegnest du deinen Spendern hingegen herzlich, aufrichtig und authentisch, werden sie sich dir gegenüber ebenso verhalten.

3. Die Persönlichkeit der Empfänger außer Acht lassen

Beschränke dich beim Verfassen deines Aufrufs nicht nur auf die Beschreibung deines Anliegens. Berücksichtige auch, wen du fragst und welche Ansichten und Bedürfnisse diese Person haben könnte. Stelle dir die folgenden Fragen, bevor du mit deiner Bitte an einen potenziellen Spender herantrittst:

  • Warum ist dieser Person dein Anliegen wichtig? Es gibt einen Grund, warum du gerade diese Person um eine Spenden gebeten hast. Diesen Grund solltest du auch klar kommunizieren.
  • In welcher Beziehung steht diese Person zur spendenbegünstigten Person? Vielleicht ist sie ein Kindheitsfreund oder Nachbar. Sprich die Person auf diese Beziehung an, wenn du sie um eine Spende bittest. So entsteht ein persönlicherer, vertrauterer Austausch, wodurch deine Erfolgsaussichten steigen.
  • Warum könnte diese Person Vorbehalte haben? Überlege dir bereits im Vorhinein, aus welchen Gründen die angesprochene Person kein Interesse zu spenden haben kann, und gehe auf diese Gründe ein. Es kann zum Beispiel sein, dass sie glaubt, das die Spende zu kein ist, um etwas zu bewirken. Indem du auf diese Sorge eingehst und bestimmte Kosten aufzählst, die mit kleinen Spenden gedeckt werden, kannst du leichter zu einer Spende animieren.

4. Angst vor Ablehnung

Nicht jeder Aufruf wird erfolgreich sein und das ist auch nicht schlimm. Wenn eine Person deinem Spendenaufruf nicht folgt, bedeutet das weder, dass du sie falsch gefragt hast, noch, dass sie ein schlechter Menschen ist – vielleicht ist dein Aufruf einfach nur untergegangen. Frage einfach bei allen, die in der ersten Runde nicht gespendet haben, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal höflich nach.

5. Unecht wirken

Nutze alle Mittel, die dir zur Verfügung stehen – Worte, Bilder, Videos, Preise, Events – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Wenn deine Kampagne Charakter und Lebendigkeit ausstrahlt, wirkt sich das enorm auf ihr Ergebnis aus.

6. Zu ungenaue Angaben machen

Ob bei der Kampagnenbeschreibung oder dem Spendenaufruf – dieser Fallstrick lauert überall. Oft neigen wir dazu, unsere Leser mit Informationen zu überschütten. Doch weitschweifige Ausführungen sind selten der richtige Weg, um ihre Aufmerksamkeit zu fesseln – konkrete Sachverhalte schon viel eher. Mach präzise Angaben dazu, warum du Spenden sammelst, auf welchem Stand sich deine Kampagne aktuell befindet und welches Ziel du anstrebst.
Mach auch in deiner Kostenliste genaue Angaben. Erfolgreiche Spendensammler listen oft sämtliche Kosten auf – nicht nur einen einzelnen großen Posten wie die Rechnung für einen chirurgischen Eingriff, sondern zum Beispiel auch das Benzingeld, das für die Fahrten zum Arzt benötigt wird. Potenzielle Spender schätzen Transparenz.

Mit dem richtigen Aufruf zu Spenden kommen

Mach dir immer wieder bewusst, dass Menschen gerne helfen – das ist uns allen angeboren. Wenn du um Spenden bittest, sprichst du also einen menschlichen Instinkt an. Ist dein Aufruf zusätzlich noch ansprechend gestaltet, bist du auf dem besten Weg, viele Spenden für dein Anliegen zu sammeln. Sieh dir dazu am besten noch unsere Acht Tipps für den richtigen Spendenaufruf an.

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Paige Kutilek

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