Tyger Trimiar Gym

*** English version below ***


TYGER TRIMIAR GYM– Fighting for Gender Equality and Diversity in Sports

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/// Update 28.06.2020 ///

Derzeit sind wir in der Orga-Gruppe 12 Personen und in Bezug auf Rassismus sind wir unterschiedlich betroffen. Momentan sind wir überwiegend weiße FLINT*-Personen. Das bedeutet, die meisten von uns haben innerhalb dieser rassistischen Gesellschaft Vorteile. Diese Vorteile drücken sich beim Sport z.B. darin aus, dass weiße Menschen sich keine Gedanken darüber machen müssen, sich rassistische Sprüche während des Trainings anhören zu müssen und ganz selbstverständlich davon ausgehen, in einem Raum willkommen zu sein. Nicht-weiße Menschen müssen hingegen immer wieder Erfahrungen von Ausschluss und Abwertung machen. Diese Machtstrukturen wollen wir auch in unserem Gym diskutieren und vorallem nicht verschweigen.

Wir verstehen dies als dauerhaftes Thema in unserer Arbeit. Das heißt, wir müssen unsere eigenen bewussten und unbewussten diskriminierenden Haltungen immer wieder neu reflektieren und befragen. 
Kampfsport ist eigentlich nicht weiß dominiert – viele linke Räume und auch die linke Kampfsportszene sind es aber! Das ist problematisch und zeigt, wie stark auch wir rassistische Ausschlüsse mit (re-)produzieren. 
Wir benennen das Gym nach einer Schwarzen Frau, Marian „Lady Tyger“ Trimiar. Das birgt die Gefahr, zu verdecken, dass unsere Struktur momentan überwiegend weiß ist. Auf unserer Crowdfunding-Ankündigung haben wir unsere Selbstpositionierung zunächst nicht transparent gemacht – was bezeichnend für die mit Weißsein einhergehenden Privilegien ist (weiße Menschen können das einfach mal "vergessen"). Wir wurden dafür kritisiert, nochmals Danke für die Nachricht! 
Mit der Benennung nach Marian Trimiar wollen wir darauf hinweisen, dass feministische Kämpfe im (Kampf-)Sport nicht erst von uns ausgefochten werden, sondern eine Geschichte haben. Und dass diese Geschichte keinesfalls weiß ist. Wir wollen die Kämpfe, im Ring sowie politisch, von Marian Trimiar, einer Schwarzen Frau, sichtbar machen. Wir möchten uns nicht mit ihren politischen Erfolgen rühmen, sondern ihr unseren gebührenden Respekt aussprechen und uns mit ihr, Lady Tyger, und allen anderen BIPoC (Kampf-)Sportler*innen und Aktivist*innen solidarisch zeigen.
 
Wir sehen es als unsere Verantwortung, im ständigen Reflexionsprozess zu bleiben und Kritik anzunehmen. Wir wollen unsere Strukturen im Gym so gestalten, dass es letztlich ein möglichst offener, niedrigschwelliger Raum ist, um sich zu vernetzen, handlungsfähig zu sein, sich zu empowern, sich auszuprobieren. Wir wissen, dass es mehr als den bloßen Raum benötigt, um vorherrschende Normen aufzubrechen und diskutierbar zu machen.
Gerade sind wir weiterhin dabei unsere Überlegungen – zu Trainer*innen, Kursangeboten, Mitgliedsbeiträgen, Soli-Topf, räumliche Gestaltung etc. – weiter auszubauen. Dies z.B. über Workshops, Vernetzung mit anderen Gruppen sowie interne Diskussionen. Der Text auf dieser Seite ist bisher nur ein kleiner Ausschnitt unserer konzeptionellen Überlegungen dazu. Das Konzept wird sich auch immer weiter gemeinsam mit den Vereinszugehörigen entwickeln.
 
Wir sind bald ein Verein und damit eine offene Struktur, das heißt: 
Wenn ihr Ideen, Fragen oder Vorschläge habt und die mit uns teilen, oder das Gym mitgestalten möchtet: wir freuen uns von euch zu hören! Schreibt uns gerne eine Email an: info@ttg-hamburg.de


Was bedeutet eigentlich FLINT*?
Der "Tyger Trimiar Gym e.V." – Wir wollen es anders machen
Was bedeutet eigentlich cis?
FLINT* Gyms und selbstorganisierte Gruppe gibt's schon lange 
Warum „Tyger Trimiar“? –  Geschichte und Kampf um Anerkennung 
Folgende Punkte sind uns in unserem feministischen Gym wichtig
Wer steht hinter dem „Tyger Trimiar e.V.“?
Wofür benötigen wir das Geld?

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Wir, eine Gruppe bestehend aus elf FLINT* Personen und einem breiten Supporter*innenkreis, möchten ein neues Projekt an den Start bringen: 
 
der erste Sportraum für Kampfsport in Hamburg ausschließlich von und für FLINT*Personen!
 
>>> Das Gym wird in den Räumlichkeiten der fux e.g. liegen und ist somit zentral im Bezirk Altona. Wir freuen uns darauf, Teil der fux Genoss*innenschaft zu werden.

Was bedeutet eigentlich FLINT* ?
Die Abkürzung steht für Frauen, Lesben, inter, nicht binäre und trans Personen. Das * am Ende soll deutlich machen, dass auch FLINT kein abgeschlossener Begriff, sondern erweiterbar ist. Somit öffnet der * die Kategorie für mögliche Geschlechtsidentitäten darüber hinaus.
Falls Du mehr Infos zu trans, inter und nicht binär wünschst, kannst du dich auf dieser Website umsehen: quixkollektiv , transinterqueer 

Der „Tyger Trimiar Gym e.V.“ – Wir wollen es anders machen
Der Fokus wird auf Kampfsport und Selbstverteidigung liegen aber auch Yoga und Fitnessangebote sollen nicht zu kurz kommen. Es gibt zwar eine ganze Menge Gyms und Kampfsportstudios in Hamburg, aber kein einziges mit dieser Ausrichtung. In der Regel sind Orga und Trainer cis männlich und oft werden vor allem cis Männer gefördert, wenn es z.B. um Wettkämpfe geht. Sexistische Zuschreibungen und Sprüche sind leider oft an der Tagesordnung, teils offen, teils subtil. Diese Strukturen führen dazu, dass solche Gyms extrem cis männlich dominiert sind und viele FLINT*Personen, die Bock auf den Sport hätten, entweder ständig doppelte Kämpfe führen müssen oder irgendwann wieder wegbleiben. Wir finden, es wird höchste Zeit, dass sich das ändert!
Gerade planen wir unter anderem Muay Thai, Boxen, Brazilian Jiu-Jitsu, Escrima und Yoga anzubieten. Das Angebot wird sich aber auch an den Bedürfnissen und Wünschen der Vereinszugehörigen orientieren.

Was bedeutet eigentlich cis?
Cis [lat. für diesseits], im Gegensatz zu trans [lat. für jenseitig/jenseits] bezeichnet Menschen, die sich der ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlechteridentität zugehörig fühlen und darüber identifizieren. 

FLINT* Gyms und selbstorganisierte Gruppen gibt's schon lange:
Deutschlandweit und auch international wird bereits länger zu der Notwendigkeit geschlechterreflektierender Sportangebote und diskriminierender Strukturen sowie Gegenmodellen geforscht. Durch den „Tyger Trimiar Gym e.V.“ soll nun auch in Hamburg ein Raum geschaffen werden, der qualifizierte Unterstützung für Frauen, trans und inter Personen bietet, um geschlechterspezifischen Benachteiligungen entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Anspruch auf Selbstbestimmung zu verwirklichen. 
Das Projekt hat nicht nur auf theoretischer Ebene Vorläufer*innen, sondern auch auf praktischer Ebene durch bereits existierende feministische FLINT* Kampfsportzentren unter anderem in Berlin, Leipzig, Jena und Nürnberg.  An FLINT*Personen, die Kampfsport trainieren wollen oder Training geben möchten, mangelt es in all diesen Städten in keinster Weise. 

Warum „Tyger Trimiar“? –  Geschichte und Kampf um Anerkennung 
Mit dem Namen wollen wir euch eine bemerkenswerte Kämpferin und unsere Freundin Marian Trimiar aka Lady Tyger vorstellen: 
Marian kämpfte von 1976 bis 1985 als Profi-Boxerin in den USA und gewann unter anderem 1979 die Women`s World Lightweight Championship. Um jedoch überhaupt als professionelle Sportlerin anerkannt zu werden mussten sie und andere weibliche Boxerinnen enorme strukturelle Hürden überwinden: Frauen durften in den USA in den meisten Bundestaaten vor 1976 nicht als Profi-Boxerinnen kämpfen. Marian Trimiar "Lady Tyger" und Jackie Tonawanda "the Female Ali“ bewarben sich bereits 1974 auf eine Profiboxlizenz in New York, die ihnen verweigert wurde. Was in New York unmöglich war, gelang ihnen 1976 in Connecticut und weitere zwölf Staaten folgten dem Beispiel und stellten Frauen Profiboxlizenzen aus. In New York wurde dies Frauen allerdings weiterhin verwehrt und so verklagten Marian Trimiar, Jackie Tonawanda und später auch Cathy „Cat“ Davis die New York State Athletic Comission – und bekamen Recht. Obwohl Cathy „Cat“ Davis erst nach Marian Trimiar und Jackie Tonawanda klagte, bekam sie als erste die Lizenz ausgehändigt. Die Ungleichbehandlung der Boxerinnen entlang rassistischer Diskriminierung führte dazu, dass Marian Trimiar und Jackie Tonawanda erst 1978 die Profiboxlizenz des Staates New York ausgestellt wurde. Damit war Marians Kampf um Gleichberechtigung jedoch noch nicht abschlossen: 1987 trat sie für einen Monat in einen Hungerstreik, um für höhere Bezahlungen und faire Arbeitsbedingungen im Sport einzutreten. 
Mit unserem Namen möchten wir auf all die Kämpfe hinweisen und erinnern, die in diesem Bereich schon  für Gleichberechtigung geführt wurden und insbesondere Marian für ihr Durchhaltevermögen und ihre Willenstärke danken! Darum haben wir uns entschieden, unser Gym nach ihr zu benennen – wir haben Kontakt zu Marian aufgebaut und sie wünscht uns alles Gute für das Gym. 
„Lady Tyger“ sah sich sowohl mit rassistischen als auch sexistischen Strukturen konfrontiert, die sie entschieden anfocht. Wir wollen durch die Benennung genau diese Verschränkung von Diskriminierungsstrukturen sichtbar machen und uns dagegen einsetzen. Unser Anspruch ist es, das Wissen um die Überschneidungen von Diskriminierungsformen und das Handeln dagegen in unseren Vereinsstrukturen sowie unseren Tätigkeiten konzeptionell zu verankern.  
 
Folgende Punkte sind uns in unserem feministischen Gym wichtig:
1.        Bei der baulichen Gestaltung der Räume sensibel für unterschiedliche Erfahrungen sein (z.B. darauf achten, dass es auch eine Einzel-Umkleide gibt, für Menschen, die sich damit wohler fühlen; und Toiletten, die nicht nach 2 Geschlechtern aufgeteilt sind)
2.        Die Beiträge sollen bezahlbar und gestaffelt sein, Trainingsmöglichkeiten sollen nicht am Geld scheitern
2.        Viele unterschiedliche Trainingszeiten für Menschen mit verschiedenen Tagesrhythmen/Arbeitssituationen/Care-Verpflichtungen etc.
3.        Abwechslungsreiche Trainingsgestaltung, die mitdenkt: Gerade FLINT* haben oft schon schlechte Erfahrungen mit Sport gemacht; Menschen haben unterschiedliche Körper; nicht alle sind immer schon sportlich
4.        Einladende Atmosphäre, gegenseitiges Empowerment, solidarisches Aufeinander-Bezugnehmen
5.        Es soll ein Raum sein, in dem Menschen sich klar gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Klassismus, Homo- und Transfeindlichkeit positionieren
6.        Selbstreflexion der Trainer*innen und Orga; Offenheit für Kritik und Mitgestaltung durch die Trainierenden

Wer steht hinter dem „Tyger Trimiar e.V.“?
Hinter dem Wir des gemeinnützigen „Tyger Trimiar Gym e.V.“ stehen ca. elf FLINT* Personen aus Hamburg mit einem breiten, divers zusammengesetztem FLINT* Supporter*innen Kreis, bestehend aus ca. 30 Personen. Alle mitarbeitenden und unterstützenden Personen fühlen sich von der Adressat*innenbezeichnung "FLINT*" angesprochen, verwenden das Pronomen 'sie' oder 'er' und andere möchten am liebsten mit dem eigenen Namen angesprochen werden. Wir sind der Meinung: wer auch immer zu uns stößt hat sich Gedanken zur eigenen Positionierung gemacht und ist willkommen, wir wollen ausdrücklich keine Fremdpositionierung vornehmen oder einem Hinterfragen von Identität Raum geben. 

Uns alle verbindet die Freude am Kampfsport, der in unterschiedlichster Art und Weise fester Bestandteil unseres Lebens ist. Ob als Freizeitaktivität, Selbstbehauptungs-, Verteidigungsstrategie oder als wettkampforientierte Kämpfer*in und Trainer*in: Wir alle haben in diversen Sportkontexten einen breiten Erfahrungsschatz mit unterschiedlichsten Kampfsportarten gesammelt. In Hamburg, in anderen Städten und auch in anderen Ländern. Mit dem „Tyger Trimiar Gym e.V“ verfolgen wir unterschiedlichste Ziele: Von selbst Training geben zu können über gemeinsame Trainingserfahrungen sammeln bis hin zur Vorfreude darauf einen Ort mitzugestalten, der mehr Sichtbarkeit und Entfaltungsmöglichkeiten für FLINT* Personen im Kampfsport schafft. In diesem Ziel sind wir über ein breites Altersspektrum – von 19 bis 40 Jahren - vereint und freuen uns über die Möglichkeit unsere Vision wahr werden zu lassen.
Einen ersten Schritt in Richtung Realisierung des Projekts haben wir bereits mit der Gründung unseres Vereins im Februar 2020 gewagt.

Wofür benötigen wir das Geld?
Im Trainings- und Kraftraum wollen wir kleinere Änderungen vornehmen, wie beispielsweise der Einbau einer Lagerfläche für Trainingsmaterialien. Damit wir einen separaten Eingang in unsere Räumlichkeiten haben können, wurde ein Wanddurchbruch durchgeführt und an anderen Stellen neue Wände gesetzt. 
Neben den Umbaukosten fallen einige Materialkosten an. Für die Umkleideräume benötigen wir Bänke und Spinte, Kleiderhaken und Föhne. Der Trainingsraum benötigt Matten, Boxsäcke (inkl. Aufhängungen), Spiegel und mehrere Trainingspratzen. Den Kraftraum wollen wir mit Kurzhanteln, Langhanteln, Gewichte, Thera-Bänder, Hantelbänke und Klimmzugstangen ausstatten. 
All dies sind die Einmalkosten die der Verein zur Eröffnung des Gyms tragen muss. Hinzu kommen die laufenden Kosten, wie Vereinskosten, Raummiete, Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit. 

Wie du siehst, ist eine Menge zu tun und finanzielle Unterstützung dringend notwendig, um unser Ziel zu erreichen, noch in diesem Jahr das neue Gym eröffnen zu können. Wir freuen uns, wenn du uns egal in welcher Höhe unterstützen kannst. Der Clue ist: Jede individuelle Spende wird von einer anonymen Spenderin verdoppelt!

Du kannst uns auch gerne supporten, in dem du andere auf uns und unser Projekt aufmerksam machst.
Vielen Dank für Deine Unterstützung! 

Instagram 
Website 
 
 

*** English version ***

/// Update 28.06.2020 ///

Right now, we are 12, predominantly white, FLINT* people in the organisational crew and therefore we are differently affected by racism. Most of us do not experience racism and are privileged in this society: in the context of sports being privileged means e.g. to be able to decide being bothered or not by racist language during training and to not think about whether or not you are welcome. BIPoC people on the other hand continuously experience exclusion and degradation. We want to discuss those power relations, find ways to battle them and most importantly we do not want to obscure them.
We see this as a permanent topic in our conceptual work. In order to do so, we need to discuss our own conscious and unconscious discriminating thoughts and actions. Our concept, as well as the team building up the gym, will be in constant change; we are not a closed group and the structures will evolve step by step. The gym is at its very beginning and we are in the middle of setting up concrete ideas to live up to our claims. We are an NGO and offer sports for FLINT* people and the gym will develop with everyone who wants to train there and get involved!
Combat sports in general aren’t dominated by white people as trainers, trainees and on the organizational level - but most of the spaces of the political left in Germany as well as a left situated fighting scene clearly are. That’s problematic and also visualizes how we reproduce racist continuity.
We named the gym after a Black woman, Marian “Lady Tyger” Trimiar what might make invisible that the organizational crew at the moment is predominantly white. The fact that we did not make that transparent on our crowdfunding page is highly problematic and is an example of how privilege works (white people can 'forget' about racism easily). We have been criticized for that. Again; thanks for that!
By naming the gym after Marian Trimiar we wanted to make visible that feminist fights within the field of martial arts have history and that this history is not white. We also wanted to name Marian Trimiar as one of the key persons who fought for rights in women´s boxing and not pique ourselves with her story and political fight but stand in solidarity with Lady Tyger and all other BIPoC athletes and activists and show our respect. 
 
It’s our opinion that staying in a reflective process and dealing with criticism is one of the key aspects of our work to build up structures to create a space that is as open and low-threshold as possible. We want to create a space for FLINT* people to train, network and feel in power. We are aware of the fact though that it needs more than an actual space to deconstruct powerful norms. We´re in the middle of this process and right now we´re discussing and developing our ideas, with the help of workshops, communication with other groups and intern discussion, on e.g. the construction of the space, trainers, training schedule, membership fees, solidarity funds, and so forth. 
The text you´ll find on the crowdfunding page is just a very small section of our concept.
 
We´re an open structure and soon a proper NGO: if you have any ideas or recommendation you want to share with us get in touch by sending an E-Mail to the following address: info@ttg-hamburg.de.  We are looking forward to hearing from you!


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What`s FLINT*?
„Tyger Trimiar Gym e.V.“ – what we want to change:
What´s cis?
You can find a lot of FLINT*Gyms and Self organized groups in Germany already
Why “Tiger Trimiar” –History and fight for recognition 
The following points are important to us when it comes to building up a feminist gym
Who stands behind the Gym?
What we want to do with the money
 
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TYGER TRIMIAR GYM – Fighting for Gender Equality and Diversity in Sports
 
We´re a group of eleven FLINT* people with a large and diverse group of supporters who have our back and we want to change the fighting sports structure in Hamburg from the core. To do so we`re working on opening a new project: we´re going to open the first FLINT* only Gym in Hamburg!
We've already decided on the location and we're very happy that we'll be part of the fux e.g. in the centre of Altona.
 
What´s FLINT*?
FLINT* stands for female, lesbian, inter, nonbinary and trans people. The * at the end points out that FLINT is not a self-contained term but open to other diverse gender identities. If you want to get more information about gender identities, you can check out the following link: lgbtqia
 
“Tyger Trimiar Gym e.V.” – what we want to change:
Though we want to focus on fighting sports, we´ll also offer some yoga and fitness courses. You´ll find a variety of gyms that offer martial arts but you´ll not find a single one of them focusing on supporting FLINT* people as trainers and as fighters. Way too often are structures – on an organizational and personal level – dominated by cis-men and equally often, cis-men are encouraged and supported when it comes to fighting competitions. Discriminatory language addressing other people’s bodies or gender are heard far too often. That kind of structure is not always visible but subtle and disguised and has an effect on all people who are confronted with it. Because of that structure a lot of FLINT* people who are eager to train – and sometimes to compete in tournaments – either get pushed out or become tired of fighting two fights: one fight for recognition as an equal partner and the actual fight. We`re sure: that structure needs to be changed!
At the moment, we're planning on offering Muay Thai, Boxing, Brazilian Jiu-Jitsu, Escrima and Yoga but we´ll update our courses due to the needs and wishes of our members.
 
What´s cis?
Cis or cisgender stands for people who identify with their gender assigned at birth.
 
You can find a lot of FLINT*Gyms and Self organized groups in Germany already:
In Germany, but also internationally, you´ll find a lot of research analyzing the necessity of gender reflected and gender aware sports and the effort to promote a different approach to sports and especially fighting sports. 
By opening the “Tyger Trimiar Gym e.V.” we want to create a space where FLINT* people can empower themselves, are supported, can train and build up self-esteem to master their day-to-day life through sports. 
The idea of opening a FLINT* gym does not come out of the blue: in Leipzig, Jena, Berlin and Nürnberg FLINT* gyms already opened up a while ago and helped us set up the project in Hamburg. They all told us: there´s no lack of FLINT* people who want to train or give training!
 
Why “Tiger Trimiar” – History and fight for recognition 
We want to introduce a remarkable fighter and a friend of ours: Marian Trimiar aka Lady Tyger:
Marian fought during the years 1976 – 1985 as a professional boxer and, among other things, won the Women`s World Lightweight Championship in 1979. In order to be able to be recognized as a professional boxer she had to overcome and battle tremendous structural barriers; before 1976 women could not fight as professional boxers in most of the US states. “Lady Tiger” Marian Trimiar and “the Female Ali” Jackie Tonawanda applied for their boxing license in New York already in 1974, but their appeal was smashed down. What wasn´t possible in New York was then achieved in Connecticut in 1976 and in twelve other states in the USA. They all handed out boxing licenses for female boxers. But in New York, women were still not able to get their license. In order to change that barrier Marian Trimiar, Jackie Tonawanda and later one also Cathy “Cat” Davis sued the New York State Athletic Commission and this time the court ruled in favor of them. Though Cathy Davis sued later than Marian and Jackie, she was the first to get her license from the state of New York, as the disparity build on racist structures led to unequal actions. Marian and Jackie had to wait until 1978 to get their boxing license from the New York State Athletic Commission. But Marian’s fight for justice and equality was not over; in 1987 she went on a hunger strike to promote better working conditions and higher pay for athletes.
By naming the gym after Marian Trimiar we want to make her fight visible and bring to mind all the people who´ve already fought for equality in marital arts. We want to thank Marian for her power of endurance and will! We are in contact with Marian and she wishes us all the best.
“Lady Tyger” fought against all the sexist and racist structures that she was confronted with. We aim towards making the intersections between different discriminating structures visible. We want to address and fight them. To live up to our expectations we want to conceptualize our aims on a structural and personal level.
 
The following points are important to us when it comes to building up a feminist gym:
1.     The architectural construction of the space should be gender aware and therefore also sensible for various experiences made with bodies, sports and privacy: this includes, but is not limited to, having individual fitting rooms so that everybody can feel comfortable when changing outfits; having restrooms that are not linked with gender binarity.
2.     The fees should be graduated and affordable: money should never be a restriction to move and train
3.     Diversified training-possibilities: a lot of FLINT* people who are already in fighting sports made bad experiences with subordinated training slots; some people were never into sports but want to try it, others have had overall bad experiences in sports, all bodies are different and therefore also need different options
4.     Welcoming atmosphere, empowerment: we want to stand in solidarity!
5.     There´s no room for racism, antisemitism, sexism, classism, homophobia and transphobia: we want to act against all kinds of discrimination
6.     Self-reflection when it comes to the organizing crew and trainers: we want to be open towards feedback and implement options for participation for everyone who is involved in the gym
 
Who stands behind the “Tyger Trimiar Gym e.V.”?
We´re eleven FLINT* people with an approximately thirty strong FLINT* supporter group. All people who are involved in the process feel represented by the term FLINT*, some use the pronoun “she/her”, others “he/him” or want to be addressed favorably only by their name. Our opinion is that everyone who wants to work on the project and feels comfortable with the term FLINT* is welcome. We do not want to mis-gender or question their gender identity: my gender is mine to decide and that applies to all. 
 
We all share the joy of training in fighting sports in very different ways. Though we all have had different experiences, training is a part of our daily routine (but of course not all of us train every day!). Some of us train for fun, to boost our assertiveness-skills and/or self-esteem, or to learn self-defense. Some of us fight professionally, while some of us do not. A few people from our organizing crew want to organize training, others want to consume training and learn new techniques in an empowering environment, and some focus on shaping the actual space in which we´ll offer training. We are all in different age brackets and represent an age spectrum from 19 – 40 years.  This means some of us have already had a lot of experiences in Germany and also in gyms worldwide. Others are rather at their starting point or are resuming training after a long break. But we all want to implement the best of all our diverse experiences.
As a first step towards reaching our goal of opening the new gym, we founded our non-profit association in February 2020.
 
What we want to do with the money:
We need the money to pay for non-recurring costs. This includes renovating the room and buying training equipment. We´ve decided on the rooms and in order to match our needs and expectations a reconstruction of the showers, restrooms and fitting rooms is necessary. In addition, our fitness room needs some small adjustments so that we can store equipment on a second level. In order to get a separate entrance, we´ve already organized a wall breakthrough.
We´ll have additional costs of material. We`ll need benches and lockers, cloth hooks and blow-dryers for the fitting rooms. For the training room we need mats, boxing sacks (incl. hanger assembly), a mirror and pads. For the fitness room we would love to get dumbbells, barbells, Thera bands, a weight bench and a pull up bar.
We must pay for all the costs in order to be able to open the gym. In addition to those we´ll have running costs for the association, rent, personnel costs and publicity.
 
As you can see, we need a lot of financial and general support in order to open the gym this year. We're happy with every amount you can donate and the best I: every donation gets doubled by an anonymous donor.
You can also support us by calling attention to us and our project.

Thank you for your support!

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Fundraising team: Tyger Trimiar Gym e.V. (4)

Barbara Lüdde 
Organizer
Hamburg, Deutschland
Anna N.  
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Caro In. 
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Grace Hell 
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