Finanzielle Notlage durch Krebs

Nachtrag 15.02.2021: 

Lutz hat die Anfänge der Spendenaktion noch mitbekommen und war sehr glücklich zu hören, dass sich so viele Menschen um seine Familie sorgen und zusammenhalten. 

Wir nehmen nun Abschied von Lutz Greifelt, mit seinem ruhigen und liebevollen Wesen wird er für uns alle immer ein Vorbild sein. Es ist sehr schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren.

In unseren Herzen wirst Du immer weiterleben. 

 

 



Oktober 2019. Seit dem steht die Welt in unserer Familie still.

In diesem Spendenaufruf geht es um meinen großen Bruder Lutz. Eigentlich ein kerngesunder Kämpfer, geboren 1983, verheiratet, 2 Kinder (2 und 8 Jahre alt). Er hat nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung zum Polsterer gemacht und in einem kleinen Betrieb große und kleine Wünsche für Kunden erfüllt. Fleißig wie er ist hat er immer hart gearbeitet, seine Meisterschule gemacht, seine Frau geheiratet und zwei Kinder bekommen, ein Haus gebaut. Der Traum für viele von uns. Mein großes Vorbild, mein großer Bruder.

Im Oktober 2019 ging es ihm mal ein paar Tage nicht ganz so gut. Hier und da mal Magen-Darm Probleme. Nachdem er dann aber erheblich Blut nach dem Toilettengang vorgefunden hatte und sein Hausarzt nicht weiter wusste, hat er eine Überweisung ins Krankenhaus bekommen. Hier fing dann die Odyssee an, die bis heute anhielt - um nicht zu sagen mit jedem Tag schlimmer geworden ist. 

Nachdem er im Krankenhaus gescannt wurde, wurde ein faustgroßer Tumor in seinem Unterleib am Darm-Ende festgestellt. Dieser musste schnellstmöglich entfernt werden. Vor der Operation wurde schon mit Bestrahlung und Chemo-Therapie begonnen. Jeder, der weiß, wie diese Therapien auf den Körper wirken, der weiß auch, was Lutz in dieser Zeit durchgemacht hat. Nach der OP hatte er einen künstlichen Ausgang, und hier und da einige körperliche Defizite. Er raffte sich wieder auf, insbesondere wegen seinen beiden kleinen Söhnen und seiner Frau.  Aron, der jüngere von beiden, war zum Zeitpunkt der OP nicht mal ein halbes Jahr alt. Die Wunde verheilte nur langsam. Irgendwie war Besserung in Sicht und wir haben wirklich alle gedacht, das er wieder gesund wird - sofern man das dazu dann überhaupt sagen kann. Doch leider weit gefehlt. Es kamen Darmverschlüsse, Notarzt, Krankenhaus. Einmal, zweimal, dreimal. Mehrere Male kam er mit Blaulicht und unter solchen starken Schmerzen ins Krankenhaus, dass er sich von seiner Frau mit einem "ich liebe dich" weinend verabschieden wollte. Er hielt stand.  Auch trotz Corona, allen Einschränkungen, allen Hürden. Bis in den Spätsommer 2020.

Nach weiteren Untersuchungen wurde festgestellt, das der Krebs auch in die Leber gestreut hatte.  Also wieder Chemo, Bestrahlung, eine OP. Wieder eine üble Zeit. Dann war Dezember und bald Weihnachten. Lutz nahm viele Medikamente, lag viel im Bett. Seine Jungs waren auch schon sichtlich mitgenommen. Aber wir haben alle die Hoffnung nicht aufgegeben. Lutz fing wieder an zu laufen. Er kämpfte. Er blieb hart gegenüber dem Krebs. Er hatte ein Ziel vor Augen: Gesund werden. 

Zum Jahreswechsel schien es wirklich wieder gut zu werden. An einem Nachmittag in der ersten Januarwoche wollte er Saubermachen und fiel beim Staubsaugen einfach um. Fast ohnmächtig vor Schmerzen kam er wieder in die Klinik. Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass sich von seinen Rippen einige von der Wirbelsäule gelöst hatten, da der Krebs wieder gestreut hatte - diesmal an die Knochen in Richtung Wirbelsäule sowie die Lunge. Noch im Krankenhaus hatte er binnen 48 Stunden einen Kollaps in seiner Leber, dass er gelb wurde wie eine Zitrone. Mit einer Not-OP konnte man das komplette Kollabieren der Leber aufhalten, den Krebs aber leider nicht.

Er liegt mittlerweile auf einer Palliativstation. Mit seinen 38 Jahren, zwei kleinen Kindern. Das Morphium und die weiteren Medikamente sind so stark, dass er nicht wesentlich mehr als 4 Stunden vom Tag mitbekommt. Als wäre das nicht Strafe genug, scheint es so, als dass der Krebs weiter wuchert. Seit Ende dieser Woche hat er kein Gefühl mehr in den Beinen. Nicht einmal mehr Laufen kann er nun. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Metastasen in der Lunge das atmen final behindern werden.


Lutz, der Kämpfer, der auch heute Abend am Telefon für seinen kleinen Bruder aber auch seine Kinder und seine Frau aufmunternde Worte findet, hat mir gesagt, dass er vor einer Sache die größte Angst hat. Sicher, das Sterben, aber viel mehr, dass seine beiden Kinder und seine Frau ihr zu Hause verlassen müssen. Er hat mit allem Fleiß immer hart dafür gekämpft und gearbeitete, dass er seinen Jungs am Ende ein Zuhause bieten kann, in dem man glücklich ist. Dieses Zuhause, erschaffen mit seinen eigenen Händen, wird, wenn Lutz nicht mehr ist, ohne finanzielle Hilfe von außen unter den Hammer kommen und die Kinder werden den Ort, an dem die Welt noch ein bisschen in Ordnung ist, verlieren. Er hatte keine Wünsche wie Porsche Fahren oder Urlaub am Meer, sondern nur, dass seine Kinder behütet und ohne Sorgen aufwachsen können.

Dieser Spendenaufruf richtet sich also an alle, die es nicht zulassen wollen, dass die Kinder meines Bruders ihr Zuhause und den letzten "Papa-Ort" verlieren. Lutz ist und war Alleinverdiener, weshalb der Familien-Ort maßgeblich auf seinem Einkommen beruht. Seine Frau wird sicher nach dem Verlust die nächste Zeit keiner Arbeit nachgehen können, was auch verständlich ist. Ich und auch der Rest meiner Familie besitzt nicht die finanziellen Mittel, um diese riesige Summe zu finanzieren, weshalb ich diesen Aufruf starten möchte. Ich hoffe dass wir gemeinsam zumindest meinem Bruder diese Sorge nehmen können, bevor er es nicht mehr mitbekommt.

Ich bedanke mich bei allen, die diese Idee teilen und unterstützen können.




 

  • Anonym 
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    • vor 8 Std
  • Anonym 
    • €10 
    • vor 17 Std
  • Raoul Boya 
    • €5 
    • vor 1 T
  • Jost Wagener 
    • €20 
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  • Björn Koch 
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    • vor 3 T
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Organisator

Andreas Greifelt 
Organisator
Frankenau, Hessen, Deutschland
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